Archiv für die Kategorie 'Ubuntu'


Scotia ist tot – lang lebe Niamh 6

Vorige Woche hat mein PC leider den Geist aufgegeben. Er wird zwar als Organspender in anderen PCs weiterleben – tot ist er aber trotzdem. Wieso werden diese Dinger bei mir eigentlich nie älter als ein paar Jahre?

Egal. Meine “Neue” ist vor ein paar Tagen eingetroffen und nun endlich soweit eingerichtet, dass sie wieder verwendbar ist. Darf ich vorstellen: Niamh!

(Niamh ist ein irischer, weiblicher Vorname. Er bedeutet “die Strahlende” oder “die Schöne”.)

Unter der Haube verbirgt sich ein Intel i7 mit 2,93 GHz, 8GB DDR3-RAM Arbeitsspeicher, insgesamt 3 Festplatten: 1x 500GB (System), 2x 1.000GB (Daten) und eine ATI Radeon™ HD5850, 1 GB. Damit sollte nun einige Zeit Ruhe sein und ich wieder ganz schön flott arbeiten können.

Nun aber zu den interessanteren Dingen: Obiges System und Ubuntu (Lucid Lynx)!

Die Grafikkarte: Leider ist der freie Treiber noch nicht so weit, die neuen R8XX-Chips (Evergreen) zu unterstützen. Ich muss daher auf den proprietären Treiber zurückgreifen.

Der Drucker: Ich verwende nun schon seit ich weiß nicht wie vielen Ubuntu-Versionen einen Canon iP4500. Er wird zwar immer besser unterstützt – so richtig gut läuft er jedoch noch immer nicht, wenn nicht das kostenpflichtige Tool TurboPrint zum Einsatz kommt.

Hardwareseitig wars das auch schon. Ein “richtiges” Problem taucht also selbst bei aktuellen Bauteilen nicht auf. Das Vorurteil “Linux wird doch nur auf alter Hardware richtig gut ootb unterstützt” kann ich also definitiv nicht unterschreiben.

Software: Als alter Gnome-Fan läuft bei mir natürlich Ubuntu itself. Ich verwende das schon so oft besprochene elementary Theme samt Icons und gemoddedem Nautilus.

Dazu passend das taufrische Firefox-Theme von seahorsepip in der Mac-Version.

Für schlankere Fenster sorgt das Global Menu-Applet (Die Ubuntu Eigenentwicklung für Maverick zickt bei mir noch herum. Beim Öffnen von Fenstern wird das Menü im Fenster kurz angezeigt, bevor es im Panel erscheint. Solange dies noch nicht klappt ist es für mich kein Ersatz).

Die Anzeige der Uhr hab ich etwas angepasst, Platz genug ist auf dem Monitor ja dafür.

Das untere Panel habe ich nun endgültig durch Docky ersetzt. Sieht nicht nur schick aus sondern ist auch praktisch. Mittlerweile hat sich mir ein Sinn in den Docks erschlossen ;-) Zumindest in Docky.

Da ich auf das aktuelle Zeug stehe und Entwicklungen gern live miterlebe muss ich zu meiner Schande gestehen, dass die Fremdquellen-Liste in meinem System mittlerweile ziemlich umfangreich geworden ist. Auf Probleme bin ich trotzdem bisher noch nicht gestoßen.

Liferea war seit einiger Zeit bei mir extrem langsam. Im UU-Wiki hab ich dazu Hilfe gefunden. Es scheint einen seit geraumer Zeit bestehenden Bug zu geben. Nach der Nutzung der Fremdquelle ist Liferea wieder verammt flott unterwegs.

Empathy hab ich wieder durch Pidgin ersetzt. Pidgin ist einfach weiter. Die Datentransfers zu anderen Clients machen keine Probleme und es ist anpassbarer. Aufgrund der besseren iPod-Unterstützung hat Banshee (1.7.5) Rhythmbox abgelöst. Außerdem wird meine Musiksammlung beim Start schneller geladen.

So, das wars auch schon. Auf ein langes, erfolgreiches Leben von Niamh.

Über den Tellerrand: elementary OS 9

Jeder kennt elementary zumindest als optische Auffrischung für den Gnome-Desktop. Was jedoch nicht so bekannt ist, ist dass derzeit auch fleißig an einer eigenen Distribution gebastelt wird. elementary OS. Auf der offiziellen Webseite prangt derzeit noch der schöne Spruch

Coming soon to your desktop: elementary OS. We’ve been hard at work to bring you the most powerful, simple, and good-looking desktop out there.

Neugierigen Menschen (wie ich wohl einer bin) und Entwicklern steht allerdings auch schon eine erste “Developer-Preview” Version zum Download bereit. Diese findet man derzeit noch gut versteckt im Wiki. Den Ubuntu-Unterbau merkt man sofort. Derzeit ist es im Prinzip noch Karmic (oder doch schon Lucid?) mit anderem Thema und anderen Standard-Anwendungen.

So kommt statt Firefox zB der schlankere und auf Webkit basierende Browser Midori zum Einsatz, das große OpenOffice.org Paket wurde durch Abiword und Gnumeric ersetzt.

Wie auch vom bisherigen elementary-Theme gewohnt, wird im OS auf Docky als Panelersatz bzw. als Ersatz für die Fensterleiste gesetzt.

Da noch nicht viel am Unterbau geändert wurde, läuft elementary OS sehr stabil und sieht auch noch sehr gut aus. Im direkten Vergleich zu Ubuntu imho sogar wesentlich besser:

Die aktuelle Entwicklung kann über IRC #elementary und das Forum verfolgt werden. Ich werde elementary OS sicher im Auge behalten. Da hat der Narwal designtechnisch ganz schön aufzuholen…

Into the Forest – CoverGloobus Thema 0

Seit einiger Zeit verwende ich CoverGloobus zum Anzeigen des aktuell gespielten Liedes auf dem Desktop. Soweit klappt alles wunderbar, allerdings sind mir die mitgelieferten Themen viel zu groß, protzig und auffällig.

Ich mag es da eher schlichter. Daher habe ich mir das Aussehen selbst angepasst, was sich mit einer XML-Datei schnell und einfach realisieren lies.

Der Text ist zu 50% transparent und somit eher unauffällig. Hier kann das Thema heruntergeladen und einfach nach /usr/share/covergloobus/themes entpackt werden.

gelöschte Fotos von Speicherkarte wiederherstellen 0

Gestern Abend war ich als Fotograf auf eine Veranstaltung eingeladen. Natürlich habe ich viel geknipst und wollte die Ergebnisse heute am PC bearbeiten. Dabei kam mir schon beim Kopieren des Ordners seltsam vor, dass ich um 50 Fotos weniger kopieren konnte, als ich gestern gemacht hatte. Eine Kontrolle ergab, dass tatsächlich einige Fotos fehlten, die ich gestern ohne weiteres auf der Kamera ansehen konnte. Wie es das Glück so wollte, waren es noch dazu genau die wichtigen Gruppenfotos der Hauptakteure.

Ich vermute nun, dass entweder die Karte einen Defekt hat, oder ich die Kamera unabsichtlich in der Kameratasche eingeschaltet lies und beim Herumgehen die letzten 50 Fotos unglücklich gelöscht habe.

Zum Glück konnte ich diese unter Ubuntu sehr einfach wiederherstellen.

  • Zuerst hab ich mit dd sicherheitshalber ein Image meiner Speicherkarte gemacht – man weiß ja nie. Das kann je nach Größe der Karte eine ganze Weile dauern.
  • Danach hab ich mir foremost installiert und die JPG-Bilder aus der Image-Datei wiederherstellen lassen.

sudo apt-get install foremost

foremost jpg -o /Pfad/wo_die_Bilder_hin_sollen -i /Pfad_zur/Imagedatei

Die Wiederherstellung klappte recht gut und zuverlässig und so konnte auch der Foto-Auftrag (zum Glück) noch gut ausgeführt werden.

FirefoxNotify 5

Lange hab ich es schmerzlich vermisst nicht gleich an prominenter Stelle zu sehen, wann einzelne Downloads abgeschlossen waren. Nun ist es mir endlich wieder möglich.

Auf der Firefox-Addon-Seite prangt noch der Hinweis “Not available for Firefox 3.6.3″ wodurch eine Installation der Erweiterung nicht mehr so einfach ist. Mit den Nightly Tester Tools mag es wohl machbar sein – praktikabel ist es jedoch nicht.

Glücklicherweise bin ich heute in den Universe-Quellen von Ubuntu auf das Paket “xul-ext-notify” in der gleichen Version (1.5.4) wie auf der Addon-Seite gestoßen. Die Beschreibung sagt darüber aus:

integrate Firefox download messages with desktop notifications

Also kurzerhand installiert, Firefox neu gestartet und siehe da – es klappt! Einziger Wermutstropfen ist, dass es bislang keinerlei Konfigurationsmöglichken gibt.

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