Gepostet am 08. Mai 2009
Habari? Ist das sowas wie Sushi? Weit gefehlt – Habari ist eine (relativ) neue Blogsoftware von den WordPress-Entwicklern. Es setzt neuere Software auf dem Server voraus. So zum Beispiel PHP5.2. Es wird ziemlich viel AJAX verwendet und die wirklich einfach gestrickte Oberfläche fühlt sich extrem schnell und innovativ an.
Der Reihe nach: Die Installation läuft ähnlich schnell durch, wie bei WordPress. Als Unterschiede sind zu nennen, dass gleich während der Eingabe die Verbindung zur Datenbank überprüft wird und dass man gleich während der Installation sämtliche bereits hochgeladenen Plugins aktivieren kann. Außerdem wird nicht standardmäßig der Benutzer “admin” mit einem zufallsgenerierten Passwort angelegt, sondern kann frei gewählt werden. Die Admin-Oberfläche ist extrem aufgeräumt und schlicht und wahrscheinlich gerade dadurch überaus praktisch. Der mit Version 0.6 aktivierte Standardstyle ist ähnlich dem WordPress-Style, der zusätzlich installierte Carcoal-Style (Bild oben) ist jedoch wesentlich stylischer! Leider ist die deutsche Übersetzung noch sehr fehlerhaft und teilweise unvollständig. WordPress-Nutzer werden bestimmt einige Einstellungsmöglichkeiten vermissen. Auf einen WYSIWYG-Editor wurde verzichtet – kann jedoch implementiert werden.
Seiten und Kontaktformular sind schnell erstellt und eingebaut. Die Kommentarfunktion bietet derzeit noch keine Registrierungsmöglichkeit (jedenfalls habe ich keine gefunden). Gravatars können durch ein Plugin nachgerüstet werden.
Plugins gibt es – ebenso wie Themes – derzeit nur sehr wenige. Praktisch ist die bereits mitinstallierte Einbindung von Flickr. Der Habari-Media-Silo (Multimediaverwaltung) hat bei meiner Testinstallation anstandslos funktioniert – im Echteinsatz auf einem anderen Server jedoch überhaupt nicht. Hier musste ich die aktuelle Version 0.7 alpha herunterladen und die Media-Silo Dateien ersetzen. Danach lief es auch auf dem neuen Server.
Fazit: Habari hat sicher Potential. Aufgrund der Probleme mit dem Media-Silo und der sehr geringen Anzahl an Plugins und somit eingeschränkten Möglichkeiten habe ich meine Installation jedoch wieder durch WordPress ersetzt. Die Philosophie hinter Habari sagt mir jedoch mehr zu und ich werde die Entwicklung bestimmt weiterverfolgen. Für Interessierte steht auf der Projektseite eine Demo-Version zur Verfügung.