Gepostet am 26. Juli 2009
Vor einigen Monaten bin ich ja bekanntlich von Rhythmbox auf Banshee gewechselt. Die Gründe hierfür waren unterschiedlich. Zum einen wegen der Aussage “Banshee ist ein Musikplayer, der sich speziell zum Verwalten von großen Musikarchiven eignet.”, zum Anderen war es sicherlich auch ein großer Patzen Neugierde. Nun hab ich Banshee schon eine ganze Weile in Verwendung und sehe den Player nun eher skeptisch. Er lahmt – er ist wirklich langsam. Und das sogar in aktuellen Development-Versionen und keine Besserung in Aussicht.

Es musste also etwas neues, schnelleres und einfacheres her. Gut, Banshee wird ab Karmic der Standard-Audioplayer unter Ubuntu, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass hier große Geschwindigkeitsverbesserungen passieren werden.
Meine Anforderungen:
- Gnome-Anwendung (GTK)
- Last.fm (Audioscrobbler) Support
- Cover-Anzeige (hab schließlich lange genug die Cover zusammengesucht)
- Suchfunktion
- schlank und schnell
- Zufallswiedergabe der gesamten Musikbibliothek
- Automatisches Einlesen/Überwachung der Dateien
Das UU-Wiki angeworfen, gestöbert und schon waren einige Kandidaten in der engeren Wahl.
Muine
Muine ist wirklich flink. Es liest die Dateien ein, kann Cover anzeigen und unterstützt Last.fm aber: es ist nicht möglich einfach auf Play zu drücken und die gesamte Bibliothek abzuspielen, da Muine nur Albumweises abspielen erlaubt. Ich hab jedenfalls keine Möglichkeit gefunden… Somit: Muine – durchgefallen
Quod Libet
QL sieht auf den ersten Blick perfekt aus. Unzählige Ansichten, unzählige Plugins aber: auch Quod Libet lahmt etwas. Bei meiner Musiksammlung wirkte der ganze Player ziemlich träge. Gerne hätte ich QL eine Chance gegeben, aber neben den Geschwindigkeitsproblemen ist entweder auch meine Bibliothek falsch aufgebaut (Interpret – Album – Titel), oder es gibt andere unerklärliche Probleme die es schaffen, dass immer wieder ID-Tag lose Musikstücke auftauchen, die eigentlich korrekt versorgt sind.
Pragha
Ein leichtgewichtiger Consonance-Fork. Leichtgewichtig – hach – wie ich dieses Wort liebe. Doch erneut scheitert ein Player an der Wiedergabe der gesamten Musiksammlung – so eine Funktion war unauffindbar. Noch dazu muss Pragha selbst kompiliert werden – was allerdings wirklich sehr simpel ist.

Rhythmbox – erneut
Tja und so ist meine Entscheidung dann doch wieder zugunsten von Rhytmbox ausgefallen, das wieder einen Platz auf meinem Rechner gefunden hat. Es läuft einfach. Relativ schnell – einfach und passend. Schade, dass es aus der Standard-Ubuntu-Installation fliegen wird und dafür dem Mono-Teil Banshee Platz macht.
